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Résumé :
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Der Roman spielt in der thüringischen Kleinstadt Altenburg. In karger Sprache und mit scheinbar mitleidsloser Präzision schildert Schulze alltägliche Ereignisse aus dem Leben von rund zwei Dutzend Menschen. Die zunächst belanglos wirkenden Geschichten offenbaren nach und nach den dramatischen Bruch, der sich seit dem Ende der DDR 1989/90 durch zahlreiche ostdeutsche Biografien zieht – das Zusammenstürzen einer ganz und gar nicht heilen, aber funktionstüchtigen Welt und das Unbehagen gegenüber einer leistungs- und konsumorientierten neuen Gesellschaft, die verlockend und furchteinflößend zugleich ist.
Die Geschichten handeln davon, wie ein einst streng parteitreuer Schuldirektor mit seiner Frau die erste Italienreise unternimmt und sich ein vor Jahren von ihm entlassener Lehrer für das erlittene Unrecht rächt; wie ein Mann, der im Taucheranzug und auf Schwimmflossen durch die Fußgängerzone von Altenburg watschelt, Handzettel für ein Fischrestaurant verteilt und obendrein auch noch Prügel von einem Passanten bezieht. Die Storys beschreiben flüchtige Liebesakte im Gebüsch, Selbstgespräche verlassener Männer, die fortschreitende Vereinzelung der Figuren.
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